Soziale Arbeit
41 Artikel
Viele gesellschaftliche Bereiche wären ohne freiwilliges Engagement von älteren Menschen nicht möglich. Aber ab wann ist man zu alt dafür? Eine HSLU-Studie zeigt: Eine feste Altersgrenze gibt es nicht, entscheidend ist die Lebenssituation. Die Sozialanthropologin Simone Gretler Heusser und der Soziologe Mario Störkle plädieren deshalb für ein vielfältigeres Altersbild, in dem Engagement bis ins hohe Alter ebenso Platz hat wie das Recht, sich zurückzuziehen.
Nicht alle wollen selbst entscheiden
Demokratie und Marktwirtschaft geben uns die Freiheit, selbst zu entscheiden. Doch wie gross ist unser Bedürfnis danach? Eine Studie der Hochschule Luzern und der Universität Freiburg zeigt: Gut ein Viertel der Menschen gibt Entscheidungen lieber ab. Ökonomin Jana Freundt erklärt, weshalb das weder der Demokratie widerspricht noch ein Zeichen von Passivität ist – und was ihre Forschung für Politik und Arbeitswelt bedeutet.
Wie sich Einsamkeit im Alter zeigt
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Einsamkeit. Doch nicht jeder alleinstehende Mensch ist automatisch einsam. Zusammen mit der Berner Fachhochschule sowie den Universitäten Luzern und Zürich hat die HSLU ein Vorgehen entwickelt, um tatsächliche Einsamkeit besser zu erkennen und Betroffene zu unterstützen.
Direkt am Bahnhof, mitten im Geschehen: Das neue Gebäude «Perron» des Campus Luzern Bahnhof der Hochschule Luzern lädt zum Entdecken ein. Im Wimmelbild gibt es vieles zu finden, vom Hochschulsport mit eigenen Fitnessräumen bis zur Klima-Kantine. Suchen Sie die HSLU-Turnbeutel und gewinnen Sie mit etwas Glück einen HSLU-Turnbeutel oder eine praktischen HSLU-Lunchbox.
Hobbys und Gewohnheiten leben weiter
Wer in ein Alters- und Pflegeheim eintritt, gibt seine Gewohnheiten und Vorlieben nicht an der Eingangstür ab. HSLU-Forschende zeigen, dass im Heimalltag mehr Individualisierung und Persönliches möglich ist – ohne überbordende Zusatzkosten. Gefragt sind genaues Hinschauen und neue Berufsbilder.
Sexuelle Aufklärung: barrierefrei und digital
Vor zehn Jahren ratifizierte die Schweiz die UN-Behindertenrechtskonvention. Damit werden Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in ihrer Entwicklungsfähigkeit anerkannt – auch in ihrem Recht auf sexuelle Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Dazu braucht es sexuelle Aufklärung. Ein internationales Projekt unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten dabei auf ihrem Weg.
Mit virtuellen Charakteren gegen falsche Erinnerungen
Kinder in einem Strafverfahren zu befragen, ist anspruchsvoll. Schon eine unsorgfältig gestellte Frage genügt, um eine Aussage zu verfälschen oder dem jungen Gegenüber zu schaden. Ein interdisziplinäres Team, künstliche Intelligenz und virtuelle Charaktere sollen beides künftig verhindern.
Das Wohnungsnot-Dilemma: Mehr Wohnraum allein reicht nicht
Das Thema Wohnungsnot verschwindet nicht aus den Schlagzeilen. Zu wenig diskutiert werde die Verdrängung bestimmter Bevölkerungsschichten aus ihren Wohnungen und Quartieren, so die Wohnforscherin Miriam Meuth. Ein Gespräch darüber, dass mehr neuer Wohnraum das Problem teils sogar verschärfen kann.
Alterspolitik ist mehr als über die AHV zu debattieren
Auf nationaler Ebene erhält Alterspolitik viel Aufmerksamkeit – vor allem, wenn es um Finanzierungsfragen geht. Dabei wird gerne ausgeblendet, wo sich der grösste Teil der alltäglichen Altersarbeit und Alterspolitik überhaupt abspielt: in den Gemeinden. Und da befassen sich die Verantwortlichen mit ganz anderen Fragen.
Petra Baumann: Sozialarbeiterin im Einsatz gegen häusliche Gewalt und Menschenhandel
Petra Baumann war einst die erste Polizistin des Kantons Glarus. Heute setzt sie sich als Sozialarbeiterin gegen Häusliche Gewalt und Menschenhandel ein – immer angetrieben von ihrer grossen Lust nach Lernen und persönlicher Weiterentwicklung.
«Sie haben ein Recht auf Schutz»
Menschen mit einer Behinderung haben ein erhöhtes Risiko, Opfer von Gewalt zu werden. Gleichwohl wird das Problem in der Öffentlichkeit marginalisiert: Verlässliche Daten gibt es nicht, und Hilfsangebote sind für Betroffene oft nur schwer zugänglich. Warum das so ist, erklärt Prof. Dr. Paula Krüger, die an der HSLU zu Gewalt und Opferschutz forscht.
Weshalb ältere Menschen sich freiwillig engagieren
Von wegen Ruhestand: Ein Grossteil der Rentnerinnen und Rentner engagiert sich freiwillig auch nach dem Beruf, beispielsweise im vergangenen Januar als Prüfungsaufsicht an der HSLU. Soziologe Mario Störkle kennt die vielfältigen Gründe für das Engagement älterer Menschen.
«Die Wohnqualität hängt nicht von den Quadratmetern ab»
Klimawandel, Bodenverschleiss und steigende Mieten: Die Art und Weise, wie wir heute wohnen, stösst an ihre Grenzen. Das Reduzieren der individuellen Wohnfläche könnte eine Lösung sein, weiss Selina Lutz von der Hochschule Luzern. Die Expertin für neue Wohnkonzepte untersucht, wie Tiny Houses, Mikro-Apartments und Gemeinschaftswohnungen attraktiv und sinnvoll genutzt werden können.
Wieso alte Menschen für die Gesellschaft wichtig sind
Rente abkassieren und auf der faulen Haut liegen? Von wegen! Die Bevölkerung hat vom Alter ein falsches Bild, sagt der HSLU-Altersforscher Mario Störkle. Seine Studie zeigt: In vielen Lebensbereichen sind Seniorinnen und Senioren «systemrelevant».
Schweizer Gleichstellungspolitik: ein Ringen um jeden Meter
Gesine Fuchs und Lucia Lanfranconi forschen und lehren rund um das Thema Gleichstellungspolitik. Wo die beiden Expertinnen dringenden Aufholbedarf in der Familienpolitik sehen, welche Rolle Traditionen dabei spielen und weshalb der Corona-Lockdown auch Chancen bot, erzählen sie im Interview.
Virtuelle Lebenswelt: Auch in der Sozialen Arbeit Realität
Algorithmen für den Schutz von Kindern, Chatbots beim Sozialamt und Online-Games in der Jugendarbeit: Die Digitalisierung ist Teil der Sozialen Arbeit geworden – das wirft auch Fragen auf. Trotzdem bietet die digitale Transformation mehr Chancen als Gefahren, sagen Expertinnen und Experten der Hochschule Luzern.
Die Jungen auf den Barrikaden
Auf dem Bundesplatz streiten sich Schülerinnen mit Politikern über den Klimawandel, der AHV droht der Kollaps und Corona strapaziert die Solidarität zwischen Jung und Alt. Stecken wir in einer Generationenkrise? Nicht so tief, wie wir denken, sagt die Sozialanthropologin Simone Gretler Heusser.
«Verdrängen kann auch nützlich sein»
Unsicherheit, Isolation, Stress – die Coronakrise verlangt der Bevölkerung viel ab. Psychologe Andreas Jud, Dozent am Departement Soziale Arbeit, erklärt, welche Auswirkungen die Situation besonders auf junge Menschen und Kinder hat, und gibt Tipps, wie wir alle die aktuelle Situation am besten meistern.
«Es braucht eine Kultur der Vielfalt»
Bei homo- und bisexuellen Jugendlichen lässt sich eine fünfmal höhere Suizidversuchsrate feststellen als bei heterosexuellen Teenagern*. Bis jetzt gibt es keine Schweizer Studien, die genauer beleuchten, wieso das so ist. HSLU-Experte Andreas Pfister will das ändern.
In grossen Schritten zusammenwachsen
Die Hochschule Luzern zieht 2025 in das neue Rösslimatt-Quartier am Bahnhof. Aus den fünf Luzerner Standorten der Departemente Wirtschaft und Soziale Arbeit werden dann zwei. Ein weiterer Meilenstein in der Gesamtstrategie der Hochschule, ihre Standorte zusammenzuführen.
Totgeburten: «Ein schwieriges Thema sichtbar machen»
Blumen, Gratulationskarten und Freudentränen – darauf sind Eltern im Hinblick auf eine Geburt gefasst. Doch dazu kommt es nicht immer. Der Umgang mit Totgeburten wird in der Öffentlichkeit kaum thematisiert. Psychologin Claudia Meier Magistretti von der Hochschule Luzern will das ändern – und gibt Antworten auf vier drängende Fragen.
Faire Chancen für die Kleinsten
Wie sich Kinder entwickeln, hängt stark von ihrem Umfeld ab. Eine frühe Förderung mindert ungleiche Startbedingungen. Psychologin Claudia Meier Magistretti von der Hochschule Luzern über erschöpfte Eltern, den Sandkasten als Lebensschule und die Vorteile der Frühförderung für die Gesellschaft.
Sexualität zwischen Macht und Moral
Unter dem Titel «Sexualität und Reproduktion seit 1750» erscheint im Hochschulverlag interact ein Buch, das Liebes- und Triebleben in politische und soziale Zusammenhänge stellt. Anlass, mit Daniel Kunz, Experte für sexuelle Gesundheit, über Lust, Leid und heute noch geltende Tabus zu sprechen.