Ein Blick hinter die Kulissen: der Campus Horw

Typische 1970er-Jahre-Bauten, in und zwischen denen es normalerweise von Studierenden, Dozentinnen und Forschern aus den Fachbereichen Bau und Technik nur so wimmelt: Das ist der Campus Horw. Nun soll er erneuert und erweitert werden. Am 7. März stimmt die Luzerner Bevölkerung über die Art der Finanzierung dieses Grossprojektes ab.

Campus Horw: Ein Blick hinter die Kulissen

«Die Zahl unserer Studierenden hat sich seit den Anfangsjahren hier auf dem Campus vervierfacht», erklärt Viktor Sigrist, Direktor des Departments Technik & Architektur. Nicht nur sind heute rund 2’000 Studierende und 500 Mitarbeitende auf dem Campus tätig, auch die Anforderungen an Lehr- und Lernumgebung haben sich gewandelt, Weiterbildung und Forschung sind hinzugekommen. Trotz zahlreicher Um- und Ausbauten müssen Räume hinzugemietet und Unterrichtszeiten ausgeweitet werden, damit der Platz ausreicht.

Da ein Augenschein vor Ort coronabedingt nicht möglich ist, lädt Viktor Sigrist zu einem filmischen Rundgang über den Campus ein. Er gibt dabei Einblick in Labors und Werkstätten, lässt Studierende und Forschende zu Wort kommen und erklärt, warum die Erneuerung und Erweiterung des Campus für die Hochschule Luzern so wichtig ist.

Der zukünftige Campus Horw

Auf dem neuen Campus Horw wird nicht nur das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern beheimatet sein, sondern auch die Pädagogische Hochschule Luzern ein neues Zuhause finden. Ihre Räume sind zum jetzigen Zeitpunkt auf acht verschiedene Standorte in Luzern verteilt.

Künftig werden dadurch etwa 4’000 Studierende und 1’000 Mitarbeitende auf dem Campus Platz finden. Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur wie Audimax, Bibliothek und Mensa entstehen Synergien. Die räumliche Nähe begünstigt aber auch die inhaltliche Zusammenarbeit, zum Beispiel in der dringend nötigen Nachwuchsförderung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Abstimmung am 7. März

Am 7. März 2021 wird im Kanton Luzern über die Finanzierung des Projekts durch eine kantonseigene Immobilien-AG abgestimmt – ein Modell, das den Hochschulen Verlässlichkeit, aber auch einen flexiblen und agilen Umgang mit den zukünftigen Nutzungsbedürfnissen gewährt.

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