Gut vernetzt zum Traumjob

Wie finde ich eine passende Stelle – auch während des Lockdowns? Mit dieser und weiteren Fragen rund um die Jobsuche befassen sich nicht nur die angehenden Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Luzern. Ihnen steht der Careers Service mit Rat und Tat zur Seite – etwa im Rahmen des «Kontaktgesprächs» Ende März. Ein paar Tipps vorab.

Kontaktgespräch 2021

Am Kontaktgespräch vernetzen sich Studierende mit potenziellen Arbeitgebern. Es findet am 26. März 2021 virtuell statt.

Das Studium ist so gut wie geschafft, das CV auch schon geschrieben und der Job-Newsletter abonniert – rund 1’600 Absolventinnen und Absolventen schliessen pro Jahr an der Hochschule Luzern ab und begeben sich dann in der Regel auf Stellensuche. Bereits im Studium können sie sich im Rahmen von Praxis-Projekten mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern vernetzen. Darüber hinaus steht der Careers Service der Hochschule Luzern für Studierende und für interessierte Unternehmen als Anlaufstelle zur Verfügung.

«Wir veranstalten regelmässig Workshops und sogar professionelle Bewerbungsfoto-Shootings, führen Einzelberatungen und CV-Checks durch und vermitteln auf unserer Plattform Jobs», erklärt Susanne Furrer, Leiterin des Careers Service. Jeweils im März organisiert sie mit ihrem Team eine Messe, bei der sich interessierte Unternehmen aus der ganzen Schweiz und angehende Absolventinnen und Absolventen miteinander vernetzen können.

2021 wird der Anlass erstmals virtuell durchgeführt: Auf einer Online-Plattform stellen sich über 70 Firmen aus ganz verschiedenen Branchen live vor – vom KMU aus der Energiebranche bis zum international tätigen Finanzinstitut – und beantworten Fragen von Studierenden. Ganz im Zeichen der Covid-19-Pandemie steht neben der einzelnen Unternehmensvorträgen auch das Begleitprogramm: Profis geben beispielsweise Tipps fürs sichere Auftreten beim Online-Bewerbungsgespräch oder für das persönliche Social-Media-Profil.

Was rät Susanne Furrer Stellensuchenden generell? «Man kann davon ausgehen, dass die meisten Mitbewerberinnen und -bewerber die geforderten Fachkenntnisse mitbringen. Daher ist es heutzutage umso wichtiger, seine Persönlichkeit stärker zu zeigen, um sich von anderen abzuheben», so die Expertin. Also herauszustreichen, wer man ist, was einen auszeichnet und welche (beruflichen) Themen und Ziele einem wichtig sind.

Weitere Tipps zum CV, Bewerbungsfoto und Vorstellungsgespräch gibt es unten.


Wie habt ihr es geschafft? Zwei HSLU-Alumni erzählen.

Michelle Céline Gehri hat 2019 ihr Bachelor-Studium in Business Administration mit Vertiefung in Kommunikation & Marketing abgeschlossen. Sie arbeitet als Marketing & Communication Managerin bei der Infoguard AG und absolviert daneben ein Master-Studium an der Newcastle University.

«Ich habe berufsbegleitend studiert und konnte daher rasch in eine Vollzeitanstellung wechseln. Die starke Vernetzung mit Externen ist auf jeden Fall ein grosser Vorteil der Hochschule Luzern – sei es an den unzähligen Events wie den Kontaktgesprächen, Fachvorträgen, durch den Austausch mit (Gast-)Dozierenden, in Projekten für Unternehmen und natürlich unter den Studierenden. Von diesem Netzwerk profitiere ich noch heute. Ich empfehle allen, sofern möglich, bereits vor dem Studienabschluss Berufserfahrung im angestrebten Job zu sammeln, zum Beispiel im Rahmen eines Praktikums. Wer ein Trainee machen möchte, sollte frühzeitig mit der Suche beginnen. Generell gilt: Ein gutes Netzwerk erleichtert den Einstieg. Dazu lohnt es sich, sich bereits zu Beginn des Studiums auf LinkedIn ein ansprechendes Profil zu erstellen und sich zu vernetzen. Ansonsten gilt es, proaktiv, offen und motiviert zu sein. Wichtiger als fachliches Know-how ist oftmals Persönlichkeit und der Wille zum Dazu-Lernen.»


Martin Bötschi hat 2018 sein Bachelor-Studium in Gebäudetechnik mit Vertiefung Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär abgeschlossen. Seit seinem Abschluss arbeitet er als Projektleiter bei der RMB Engineering AG. Er ist zudem im Vorstand des Alumni-Vereins der Hochschule Luzern.

«Während des letzten Studienjahres finden jeweils diverse Firmenanlässe statt, an den sich potenzielle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vorstellen. So lernte ich auch meinen heutigen Arbeitgeber, die RMB Engineering AG kennen.
Für mich war es der perfekte Job zum Einstieg in die Berufswelt nach dem Studium und ist es immer noch. Als wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers erachte ich die Entwicklungsmöglichkeiten für die Studierenden: Sucht euch ein Unternehmen, das euch bewusst fordert und fördert, so könnt ihr das Maximum aus dem im Studium erlernten Wissen heraus holen. Weiter rate ich, die Unterrichtsnotizen und die Skripts aus dem Studium digital abzulegen, in den ersten Wochen im neuen Job gibt es viel nachzuschlagen.»


Tipps für den Lebenslauf
  • In JEDE Bewerbung investiert man einige Stunden – bloss keine Massenware versenden, d.h. Unterlagen je nach Stelle und Stil der Firma anpassen.
  • Sich viel Zeit für die Ausarbeitung der methodischen und persönlichen Kompetenzen nehmen und diese im CV aufführen. Diese mit den Anforderungen aus dem jeweiligen Stellenprofil abstimmen.
  • Bei grossen Unternehmen wird das CV oft via Software gescreent. Deshalb eine gängige Schriftart verwenden und nicht zu viele verschiedene Formatierungen benutzen.
  • Nur dann anrufen, wenn man sich erkundigen möchte, ob eine Stelle noch frei ist und/oder man Fragen hat, die man nicht über die Unternehmenswebseite oder sogar im Stelleninserat schon beantwortet findet.
  • Der digitale Footprint: Er findet bei Arbeitgebern grosse Beachtung. Daher gut überlegen, wie man sich im Web präsentiert. Die «virtuelle Identität» sollte in sich stimmig und glaubwürdig sein: Ein extra-seriöses LinkedIn-Profil passt nicht zu Party-Fotos auf Facebook.
Tipps fürs Bewerbungsfoto
  • Es sollte möglichst von einem Profi aufgenommen worden sein. Was gar nicht geht: Selfies oder Freizeitbilder. Idealerweise stimmt man die Kleidung auf den Stil des Unternehmens ab (Beispiele finden sich meist auf der jeweiligen Firmenwebsite). Aber: sich selbst bleiben!
  • Besonders wichtig: die Augen! Daher: direkter Blick in die Kamera, Brillen dürfen nicht spiegeln. Ein angedeutetes Lächeln wirkt sympathischer als eine strenge Miene. 
  • Man fühlt sich unwohl, weil das Hautbild nicht passt? Dann kann es auch ein Schwarz-Weiss-Foto sein.
Tipps fürs Vorstellungsgespräch
  • Lieber leicht «overdressed» beim Vorstellungsgespräch erscheinen. Gilt auch fürs Video-Interview.
  • Falls das Gespräch vor Ort stattfindet: Normalerweise würde man sich mit einem angenehm festen Händedruck begrüssen – in Corona-Zeiten ist darauf zu verzichten. Die Hygiene-Maske nicht vergessen. Und: Sich erst hinsetzen, wenn der Gegenüber sich hinsetzt oder man dazu aufgefordert wird.
  • Kontaktdaten der Gesprächspartner/innen und Notizblock parat haben und eigene Fragen zum Job vorbereiten.
  • Elevator-Pitch: Oft wird man gebeten, sich in wenigen Minuten vorzustellen. Hier also kurz auf den Punkt bringen, wer man ist, warum man sich beworben hat, was die persönlichen Kompetenzen und Ziele sind.
  • Bei Video-Interviews: Vorher unbedingt Bild (kein Gegenlicht, aufgeräumter Hintergrund) und Ton (besser Kopfhörer verwenden, um Nebengeräusche zu vermeiden) korrekt einstellen. Darauf achten, dass der Akku geladen oder das Gerät am Netz angeschlossen ist. Möglichst einen Raum wählen, in welchem man während des Interviews nicht gestört wird.

Kontaktgespräch 2021

Die jährliche Absolvierendenmesse der Hochschule Luzern findet am Freitag, 26. März 2021 erstmals virtuell statt. Bereits ab dem 1. März gibt es eine Reihe von Workshops zur perfekten Vorbereitung für die Stellensuche – vom CV-Check bis zum Fotoshooting ist das ganze Angebot für Studierende gratis. careershslu.ch/kg2021virtuell